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Donnerstag, 22. Februar 2018

Eine Jeans für mich!

Vielleicht können sich einige noch an meine Hosenversuche vor zwei Jahren erinnern - die leider nie von Erfolg gekrönt waren... So verzweifelt war ich wohl bei keinem anderen Nähprojekt...
Aufgegeben habe ich den Plan, meine eigene Jeans zu nähen, aber nie. Aber ich war mir sicher, dass ich es diesmal anders angehen müsste.
(Ja, ich habe jetzt endlich eine Fernbedienung - besser sind die Fotos zwar nicht, aber ich bin unabhängig von meinen Mädels - sie freuen sich!)
Schritt 1: Schnitt besorgen - die erste Jeans wollte ich ja komplett selbst konstruieren - und wir wissen ja, wo das geendet hat. Also habe ich im Herbst bei einer Aktion zugeschlagen und mir den Ginger-Jeans-Schnitt von Closet Case Patterns gekauft. Und einmal gut abliegen lassen ggg
Schritt 2: Jetzt aber! Closet Case Patterns hat den Monat Feber zum Jeans-Monat erkoren, also wann, wenn nicht jetzt?!?
Schritt 3: Welche Größe? Wie gut, dass die Ginger Jeans mit amerikanischen Größen versehen sind! So konnte ich die richtige Größe ohne "OMG, echt so groß?!?" auswählen ;-)
Schritt 4: Ich habe mir geschworen, den Perfektionsanspruch über Bord zu werfen und einfach davon auszugehen, dass der vielgepriesene Schnitt zumindest nicht schlechter sitzen kann als eine Kaufhose. Wenn also die Schrittweite hinten zu klein ist und Falten am Oberschenkel wirft - so what?
Schritt 5: Ich kanns nicht! Ich habe doch meine "Schablone" für die Schrittkurve rausgesucht und verglichen. Es stimmt einfach nicht. Also nicht grob nicht, aber halt doch... Ich brauche also eine minimalinvasive Lösung. Die da schlussendlich so ausschaut: vorsichtshalber gebe ich außen ein bisschen was dazu, bei der Hinterhose. Und hefte alles einmal zusammen. Jetzt kann ich entscheiden, ob die Kurve hinten so bleibt oder nicht.
Schritt 6: Tut sie nicht.
Schritt 7: Nach zwei (sic!) neuen Nähten beschließe ich, es passt! Halleluja!
Schritt 8: Alles wieder auftrennen und die Änderungen an der hinteren Schrittkurve auf den Schnitt übertragen - interessanterweise stimmt das ziemlich gut mit dem überein, was ich vorher mit meiner Schablone eingezeichnet hatte - sollte also passen - YEAH!
Schritt 9: So, jetzt wirds ernst, ich muss an die Nähmaschine. Bzw. an die Nähmaschinen - wie gut, dass ich noch zwei alte Pfaffs hier stehen habe (seit Sommer auch die von meiner Schwiegermutter - die konnte ich einfach nicht weggeben!), so kann ich mit meiner "normalen" Maschine alles zusammennähen und mit einer anderen absteppen!

Das Ergebnis: Die Hose passt! (Besser, als es die Fotos vermuten lassen - ich bin ein Foto-Quasimodo *heul*)

Klar, da und dort ist noch Luft nach oben, optimierungsmäßig. Aber sie ist tragbar!

Ich habe etwas dünneren Jeansstoff verwendet, den hatte ich noch zuhause von meinen ersten Versuchen, Elastizität knapp über 20% - das entspricht den Vorgaben des Schnitts. Ich habe hier noch einen etwas festeren liegen, also etwas dicker und knapp weniger elastisch, den ich mich für den ersten Versuch nicht zu nehmen getraut habe. Ich denke jetzt aber, der sollte auch passen, ohne große Schnittanpassungen.

Was würde ich bei einer zweiten Hose anders machen? Wie gesagt, ich habe wohl überlegt beschlossen, so wenige Änderungen wie möglich zu machen - ich hätte mich sonst sicher wieder verzettelt.
Aber bei einer nächsten Hose würde ich folgendes ändern:
* vorne ist sie mir etwas zu hoch, hinten dafür etwas zu tief (was auf den Fotos irgendwie nicht so wirkt...)
* der Bund steht leicht ab, den müsste ich mit Abnähern anpassen - bzw. zuerst nur einen Testbund aus festem Stoff annähen und von dem dann den Schnitt abnehmen.
* die hinteren Taschen sind nicht ideal, die Absteppung macht meinen Hintern irgendwie größer ;-) Und die Position passt auch nicht ganz - ich hatte sie zwar zuerst nur geheftet, aber durch das Schwarz war es am Foto einfach zu schlecht ersichtlich...
Das wars aber im Großen und Ganzen schon. So auf den ersten Blick. Eventuell können die Hosenbeine etwas schmaler werden, aber das werde ich noch in der Praxis beobachten.

Mein Fazit also: die Hose ist tragbar, sieht - meiner Meinung nach - nicht auf den ersten Blick nach "selbstgenäht" aus, ich kann darauf für künftige Hosenprojekte aufbauen.

Und noch ein Fazit zum Hosen-Nähen selbst: Es ist ein Aufwand. Aber ich habe die Hose in einem Tag genäht (ohne Zuschneiden), mit Pausen. Geht also noch.
Eine zweite Maschine zum Absteppen hilft definitiv. Zum Schluss musste ich allerdings ohne auskommen, irgendwie haben meine beiden alten Pfaffs gestreikt, die eine eh schon bald... Ich muss einmal meinen Mann bitten, dass er sie sich anschaut. Sonst kommen sie zum Nähmaschinen-Doc, das sind sie mir auf jeden Fall wert!

So, und jetzt noch ein paar Fotos zu meinen aktuellen Änderungen - alle nur an der Hinterhose:
Außen etwas angefügt:
Hier die Schrittkurve: rot ist die Original-Nahtlinie, gestrichelt die Kurve lt. meiner Schablone, die durchgehende Linie die korrigierte Nahtlinie nach dem Heften:
Die Kurve habe ich dann als Mittelwert zwischen Schablone und Korrektur eingezeichnet und dann den Überstand (inklusive Nahtzugabe) weggeschnitten:

Schnitt: Ginger Jeans von Closet Case Patterns (dort gibts auch ein tolles Sewalong mit Anleitungen für jeden Schritt), Gr. 14
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Dienstag, 20. Februar 2018

Näh-Fauxdori

Ein Geburtstagsgeschenk für eine liebe Freundin, mit der ich mich immer wieder gerne übers Nähen austausche und auch schon mal zusammen nähe:
Das Buch habe ich schon vor längerer Zeit am Flohmarkt gefunden, der Inhalt war doch etwas antiquiert, daher die Idee, den Außenteil umzufunktionieren.

Passt perfekt für A5-Hefte - was eh auch eher selten ist, die meisten Bücher sind dafür leider zu klein... Ich habe sie mit Motivkarton eingeschlagen - so können sie natürlich ganz leicht ausgetauscht werden, weil sie ja nur hinter Gummis geklemmt sind.

Zusätzlich habe ich noch eine Pocket-Einlage aus Snappap genäht, da gibts Platz für Visitenkarten und andere Zettel und Zettelchen.
Und zwei Klarsicht-Taschen in A5, seitlich zugeklebt bzw. verziert mit Washi-Tape (aus dem Vorrat der großen Tochter ;-) )

Passend zu den Hefthüllen habe ich dann noch mit dem Plotter Paperclips ausgeschnitten. Und hinten gibts eine Gummischlaufe für den Stift.

Liebe S., alles Gute zu Deinem Geburtstag!

verlinkt bei: creadienstag, HOT - Handmade on Tuesday, Dienstagsdinge, Create in Austria

Donnerstag, 1. Februar 2018

Noch eine Maelice

Vor Weihnachten hatte ich mir ja schon eine Maelice genäht, mit Kragen statt Kapuze. In den Ferien wollte ich dann auch einmal eine Version mit Kapuze probieren: 
Fazit: auch fein zu tragen, für den richtigen Kuscheleffekt sollte die Kapuze dann aber wohl doch ganz gefüttert werden statt nur mit Beleg.
Was ich nicht bedacht habe (bzw. wider besseres Wissen ignoriert habe): der Sweat ist nicht besonders dehnbar... Für den Pulli selber ists OK, aber das Bündchen  unten hätte ich ein bisschen länger machen sollen. Vom Sitz her gehts gerade noch, aber beim An- und Ausziehen wirds  eng - bzw. Ist mit da schon die Seitennaht vom Bündchen aufgegangen...
Jetzt muss ich mir Überlegenheit, wie ich das repariere. Am einfachsten wäre ja, Bündchen runter und neues - längeres - drauf. Aber da ist ja noch die Fake-Kordel... Also werde ich wohl eher nur das Bündchen runter trennen, auf einer Seite ein Stück einfügen und wieder annähen. Und vorher natürlich die offene Seitennaht schließen ;-)


Schnitt: MaElice von kibadoo, Gr. 40, verlängert um 3 cm plus NZ, mit Kragen statt Kapuze
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Dienstag, 16. Januar 2018

Hufflepuff-Lesezeichen

Schnell, bevor der creadienstag vorbei ist, möche ich euch ein Geburtstagsgeschenk für meine Freundin zeigen - sie ist ein großer Harry-Potter-Fan. Nach Rücksprache mit ihrem Mann habe ich "ihr" Hauswappen genäht, als Paper Piecing:
Die Vorlage hab ich hier gefunden, allerdings ohne Nähvorlage, die habe ich mir dann selber zurecht "gebastelt". Ich glaube, auch im Original ist sie so klein, also ca. 12 cm. Was mir an sich gut gepasst hat, da ich nicht z.B. einen Polster machen wollte sondern was, was nicht rumliegt ;-) Daher ist es auch ein Lesezeichen geworden:
Und dazu gabs dann noch ein Kaffeetascherl, vor allem deswegen, weil ich wusste, dass ihr die Farbe gefällt. Die ist übrigens ganz selten - koffeinfreier Kaffee ist wohl nicht so der Renner ggg

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Dienstag, 26. Dezember 2017

Weihnachtspullis und -ballerinas

Heuer habe ich es echt geschafft, ich habe (fast) alle Weihnachtsgeschenke selbst gemacht - kein stressiges Hetzen durch die Stadt, überhaupt kaum Stress mit den Geschenken, auch wenn ich diese hier erst in der letzten Woche genäht habe - ich habe ja in zwischen schon einige Pullis genäht, da geht das schon relativ fix.
Die Stoffe haben die Mädels ausgesucht - weniger Überraschung, dafür aber "gefall-sicher".

Das Design vom Pulli der Großen ist ja nicht gerade meins, auf der anderen Seite: besser dieses Design und selbstgenäht und bis über den Popo als ein ähnliches gekauft - und bauchfrei ;-)

Die Kleine bekommt eventuell noch einen Plott - sie war sich noch nicht sicher, ob bzw. was.

Und weil mir immer was übrig bleibt vom Sweat, habe ich beschlossen, spontan noch für beide die Ballerinas aus dem Buch "Soft & Cosy" von Ki-ba-doo zu nähen - passend zu den Pullis, versteht sich (bitte die Socken geflissentlich zu ignorieren ggg):

Anders als in der Anleitung habe ich statt außen Jersey, innen Fleece und dazwischen Volumenvlies einfach zweimal Sweat verwendet - den inneren mit der kuscheligen Innenseite nach außen, also sozusagen verkehrt herum.

Schnitte: 
  • MaElice von ki-ba-doo in Gr. 32, Kapuze mit Beleg
  • eigener Schnitt, erstellt nach Kaidso Onlinekurse
  • Ballerina aus "Soft&Cosy" von Kibadoo, Gr. 38 bzw. 39
verlinkt bei: i:creadienstag, HOT - Handmade on Tuesday, Dienstagsdinge, Create in Austria, Weihnachtszauber 2017

Mittwoch, 20. Dezember 2017

Schokotascherl für Wichtelkinder

Weihnachten ist hier Schokotascherl-Zeit. Die eignen sich nämlich perfekt als Wichtelgeschenke, vor allem auch, wenn "blind" gewichtelt wird, also erst bei der Weihnachtsfeier in der Schule die Wichtelgeschenke gezogen werden. Unisex-Geschenke sozusagen ;-)
Eines ist schon verschenkt, das hab ich gar nicht fotografieren können, so schnell war es weg. Drei der Tascherl auf dem Foto warten auf ihren Einsatz morgen und übermorgen.
Und das vierte ist meins - die Brezeltime-Schoki. Die fand ich soooo gut - nur leider gibts die nicht mehr (hin und wieder packts mich, dann schnapp ich mir kleine Salzbrezel und ess die gemeinsam mit einem Stück Schoko - oder zwei oder drei...). Deswegen hab ich dieses für mich beansprucht ;-) Ich weiß zwar noch nicht, wofür, aber da fällt mir schon was ein!

Anleitung: z.B. hier bei mir
verlinkt bei: Weihnachtszauber 2017, TT - Taschen und Täschchen, Create in Austria, RUMS

Dienstag, 19. Dezember 2017

Fauxdori für Weihnachten

Eine ganz liebe Freundin malt richtig toll, ich habe auch schon ein paar wunderschöne Bilder von ihr. Und da habe ich mir gedacht, ich such ihr aus meinen alten Büchern passende Buchdeckel heraus und mach ihr daraus einen Fauxdori:
Ich freu mich richtig, dass ich so schöne Buchdeckel für sie in meinem Fundus gefunden habe!

Für die Hefte drinnen habe ich Umschläge aus Motivkarton zugeschnitten - und die Reste davon dann mit dem Plotter verwendet, um daraus Lesezeichen/Paperclips zu machen.

Und natürlich gibts auch eine Planer Pocket aus Snappap, für Zettelchen und Zettel. Und hinten einen Stiftehalter.

Das Lesezeichen dazu ist der originale Buchrücken, den ich weggeschnitten habe, weil der Fauxdori sonst zu "dick" geworden wäre. So als Set finde ich das richtig schön, vor allem, weil der Buchtitel zum Cover passt.

Hach, hoffentlich kommt der noch rechtzeitig für Weihnachten an! Ist es nicht schön, Sachen zu verschenken, mit denen man selber so viel Freude hat?

verlinkt bei:creadienstag, HOT - Handmade on Tuesday, Dienstagsdinge, Create in Austria, Weihnachtszauber 2017

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