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Donnerstag, 19. Juli 2018

Neue Tasche nach eigenem Schnitt

Seit einiger Zeit arbeite ich an einem neuen Taschenschnitt.
Dabei habe ich mir diese Tasche genäht:
Einmal was "Seriöseres" ggg - den bunten Innenstoff sieht man durch die Blenden nur bei geöffnetem Reißverschluss ;-) Der war übrigens einmal unser Kinderzimmervorhang, soweit ich mich erinnern kann (ist schon ein paar Jahre her...), gabs den damals beim Möbel-Schweden.

Der Außenstoff ist Taschenstoff von Mirandas Welt.
Innen ist sozusagen eine "Tasche in der Tasche", etwas bauchig, damit auch ein bisschen mehr hinein passt.

Nach dem ersten Probetragen kann ich jetzt schon sagen: sehr nett, aber für meine "normalen" Aktivitäten doch etwas zu klein - bzw. eigentlich nicht zu klein, aber es geht einfach weniger hinein als z.B. in meine Yawning Bags, wo ich Buch, Wasserflasche, ev. Kompaktkamera etc. mit mir herumtrage.
Aber wie ich schon oben geschrieben habe: sie ist seriöser und findet damit sicher auch eine passende Verwendung - so zum Kaffeeklatsch oder so. - wo ich halt nicht meinen halben Haushalt mitnehme.

Da und dort muss ich noch am Schnitt und der Anleitung arbeiten, aber ich frage jetzt schon einmal in die Runde, ob wer probenähen möchte ;-)

Schnitt: eigener
verlinkt bei: TT - Taschen und Täschchen, Sew La La, Du für Dich am Donnerstag, Create in Austria


Dieser Post enthält - unbezahlte - Werbung durch Nennung von Marken/Produkten.

Dienstag, 17. Juli 2018

Bikini-Hose - Tutorial

Die Bikini-Hose habe ich euch ja schon hier gezeigt, gemeinsam mit den Oberteilen.
Hier noch ein kleines Tutorial - ich habe ja hauptsächlich nach dem Video von Melly Sews gearbeitet *klick* und sie auch gefragt, ob ich eine bebilderte Anleitung von meiner Hose machen darf.
Den Schnitt gibts bei Melanie gratis, wenn ihr den Newsletter abonniert.
Er enthält schon 6 mm Nahtzugabe!
Für die Bikini-Hose habe ich den hinteren Teil ein bisschen verbreitert und zusätzlich noch 10 cm hohe Streifen für den Bund oben zugeschnitten.
Alle Teile (bis auf den Bund) werden 2x zugeschnitten - die Hose wird gefüttert. Das geht natürlich auch mit Bikini-Futter, ich habe aber einfach noch einen Bade-Lycra verwendet.
Zusätzlich wird noch ein Bund für oben herum zugeschnitten, ich habe meinen 10 cm hoch gemacht und ca. 2,5 cm kürzer als die im Schnitt angegebene Länge des Hüftgummis. Ich denke aber, beim nächsten Mal werde ich ihn noch etwas weniger hoch machen.

Hinterher ist mir eingefallen, dass ich den Vorderteil und den Zwickel gemeinsam hätte zuschneiden können - also, falls ihr das so machen möchtet, einfach die beiden Schnittteile aneinander legen.
Die Nahtzugabe ist dann dort natürlich überflüssig.
Die Innen- und Außenhose werden jeweils separat zusammengenäht und dann links auf links ineinander gesteckt und mit großer Nahtzugabe (ca. 1,5 cm) und großer Stichlänge zusammengeheftet:
Die Beinausschnitte ausgehend von der Seitennaht vierteln. Damit am die Hose am Po schön anliegt, die Markierungsnadeln an den Seitennähten und unten jeweils ca. 1-1,5 cm nach vorne versetzen - der Badegummi wird ganz normal geviertelt und erhält so mehr Zug im hinteren Bereich.
Badegummi oder Framilon in der im Schnittmuster angegebenen Länge zuschneiden, zur Runde nähen, die Viertelabschnitte markieren und entsprechend der Markierungen an der Hose an die innere Hose stecken und mit Zickzackstich annähen.
Dann um die Kante um die Gummibreite nach innen klappen und noch einmal mit Zickzack-Stich nähen. Dabei nur so weit dehnen, dass der Stoff flach liegt.
Dann den Bund zur Runde nähen und mit einer offenen Kante rechts auf rechts an die Hosenoberkante nähen - ebenfalls mit Zickzack-Stich.
Die noch offene Bundkante nach innen klappen und so feststecken, dass sie die eben gesetzte Naht überdeckt. Die Nahtzugabe zeigt nach oben in den Bund.
Von rechts mit Zickzack-Stich festnähen, dabei darauf achte, dass auch wirklich die offene Kante mitgefasst wird.
Die Heftfäden entfernen und gegebenenfalls den überstehenden Stoff abschneiden.
Hier noch die Innenansicht, da sieht man auch die nach innen geklappte Nahtzugabe an den Beinusschnitten:
Und so schaut das fertige Ensemble aus:
Für die beiden Bikini-Oberteile habe ich ja schon Tutorials geschrieben, die findet ihr hier und hier.

Schnitt: Slip von Melly Sews *klick*
verlinkt bei: creadienstag, HOT - Handmade on Tuesday, Dienstagsdinge, Create in Austria

Donnerstag, 12. Juli 2018

Sommershort aus Wickelrock

Ich räume derzeit meinen Kleiderschrank aus - da ist vieles drin, was ich sicher nie wieder anziehen werde. Z.B. ein Leinenwickelrock. Ich glaub, so richtig gut gepasst hat der eh nie? Naja, wie auch immer, er war schon im Sack für "das kommt weg". Aber dann tat mir der Stoff doch irgendwie "leid". Und ich habe beschlossen, eine Hose draus zu nähen.
Den Grundschnitt für nicht dehnbare Stoffe habe ich mir ja schon erarbeitet und bei dieser Sommerhose verwendet, jetzt sollte es also eine Short werden (mehr gab der Wickelrock auch nicht her...)
Pattydoo hat vor kurzem einen neuen Schnitt veröffentlicht, der mir recht gut gefällt. Das Video dazu habe ich mir angesehen und beschlossen, meinen eigenen Schnitt entsprechend abzuwandeln.
Nicht, dass ich mir die 3 Euro nicht leisten könnte, aber ich habe auf meinem Hosenschnitt so viel herumgebastelt und Zeit investiert (wenn ich das alles zusammenrechne, könnte ich mir 100 oder mehr Schnitte kaufen...), dass er passt, warum dann also nicht gleich den verwenden?
Die Länge hat sich einfach durch die vorhandene Stoffmenge bzw. Breiten der Rockbahnen ergeben. Für die hinteren Taschen hats nicht mehr gereicht, ist aber nicht weiter schlimm.
Ich bin sehr zufrieden, die Hose ist bequem - für zuhause und ev. den See. So in die Stadt würde ich sie nicht tragen, ich bin einfach kein "Kurze-Hosen-Typ".
Was mir an dieser Version besonders gefällt ist der glatte Teil vorne in Kombination mit dem Gummibund seitlich und hinten. Gerade bei nicht dehnbaren Stoffen hat man ja in der Taille ohne Reißverschluss recht viel Stoff "übrig", damit man noch in die Hose rein kommt, und wenn man nicht super-schlank ist, trägt der Gummibund gerade am Bauch so auf.

Schnitt: Damen-Shorts von Pattydoo, eigene Hosenschablone nach kaidso-onlinekurse
verlinkt bei: Sew La La, Du für Dich am Donnerstag, Create in Austria

Dienstag, 10. Juli 2018

Schulschluss-Outfit

Bei uns war letzte Woche Schulschluss - jetzt sind 9 Wochen Ferien!
Kurz vor knapp (also am Mittwoch) haben die Mädels noch ganz dringend was für die Zeugnisverteilung "bestellt": einen schwarzen weiten Rock für die Große (und bitte nicht den, den ich zwei Wochen vorher für die Kleine gemacht habe, der ist nämlich zu wenig weit...) und ein Bolero für übers Kleid mit dem Spitzeneinsatz hinten für die Kleine...
Also habe ich mich noch schnell in den Stoffladen begeben, ausnahmsweise mal nicht vorgewaschen - und zugeschnitten und genäht.
Geworden sind es ein Röckli von schnabelina und ein Bolero, für das ich schon vor ein paar Jahren eine Anleitung geschrieben habe. Die habe ich aus den Tiefen des Blogs hervorgekramt, nur dass ich diesmal keinen Schnitt gezeichnet habe sondern gleich am Stoff zugeschnitten. (Ich sag jetzt nicht, dass ich mich - wieder einmal - am Lineal vertan habe und 26 statt 21 cm abgemessen habe - daher hat das Bolero jetzt auch hinten im Nacken eine Naht...)
Nachdem die Kleine jetzt nicht greifbar war, habe ich die Große auch ins Bolero gesteckt - passt ja wunderbar zum Rock ;-)

Schnitt: Röckli von schnabelina (Gr. 80), Bolero nach meinem Tutorial *klick* (basierend auf dem Ottobre-Schnitt "Solid Green" aus Ottobre 2/14 in Gr. 34)
verlinkt bei: creadienstag, HOT - Handmade on Tuesday, Dienstagsdinge, Create in Austria

Dienstag, 3. Juli 2018

Bikini-Oberteil - Tutorial

Diese Woche habe ich ja schon die Bikini-Oberteile bzw. Tests gezeigt, beim Bikini selber habe ich ein bisschen mitfotografiert, die englische Video-Anleitung findet ihr bei Melly Sews, ich habe ihre Erlaubnis, basierend darauf ein Tutorial zu machen.
Ein bisschen was habe ich auch anders gemacht:
  • Die Teilungsnähte sind abgesteppt.
  • Die Träger habe ich vor dem Wenden eingenäht, sodass das Ende innen zwischen Außen- und Innenstoff liegt.
  • Und vor allem habe ich das Oberteil gefüttert, mit Schaumstoff-Laminat (gekauft hier).
  • Außerdem habe ich nach dem Probestück die Schnittteile etwas optimiert - damit der Bikini weniger freizügig ist:
Das Gratis-Schnittmuster dazu findet ihr bei Madalynne, den Barrett-BH. Ich habe auch ein Bikini-Oberteil aus dem Sierra-BH (ebendort) genäht, das Tutorial dazu findet ihr hier bei mir.

Das Schnittmuster hat schon 6 mm Nahtzugabe inklusive. Bei meiner Maschine muss ich dazu die Nadel zwei Rasten nach rechts stellen, dann passt es mit der Füßchenkante zusammen.

Zusätzlich zum Schnittmuster braucht ihr noch folgende Teile:
2 Streifen für die Träger, 3,5 x 45 cm
1 Streifen für die Einfassung der Unterkante, 4 breit und ca. 7-8 cm kürzer als gesamte Unterkante

Außerdem könnt ihr das hintere Teil einfach einmal normal ausschneiden, also nur das Schnittteil ohne Bruch, und dann diagonal auseinander schneiden - damit da dann der Verschluss dran kommt.

Oder ihr macht es so, wie Melissa es im Video erklärt, da ist das schmale Ende zuerst gerade zugeschnitten (ca. 1,3 cm hoch und lang) und dann erst die Diagonale gezogen - dann müsst ihr aber das Schnittteil anpassen und die zwei Teile separat zuschneiden. So habe ich das auch gemacht (die andere Möglichkeit ist mir gerade jetzt erst eingefallen).
Anders als im Schnittmuster habe ich den Ausschnitt in der Mitte weggelassen und die mittige Schnittkante vom inneren Körbchen-Teil gerade nach unten gezogen - bei meinem Probe-BH stand das nämlich so blöd weg.

Jetzt zuerst alle Teile für außen und innen jeweils zusammennähen. Die Mitte zwischen den Körbchen so nähen, dass die Naht ca. 6 mm (also nahtzugabenbreit) von der Oberkante entfernt beginnt - sonst funktioniert das mit dem Gummi dann nicht (ist auch so in der Anleitung zum BH drin).
Ich habe noch die Nähte von außen mit Zickzack abgesteppt (die Nahtzugaben habe ich dazu auseinander geklappt):
Ganz wichtig und ein echt toller Tipp, den ich mir von Melissa mitgenommen habe: Stretch-Nadeln! Also nicht Jersey - das habe ich ausprobiert, und die haben Stiche ausgelassen. Melissa hat da auch einen Post mit Vergleichen dazu. Gerade wenn man, wie ich hier, eine Kontrastfarbe zum Absteppen nimmt, zahlt sich die Investition in Stretch-Nadeln echt aus!
Und noch ein Tipp: schön langsam nähen! Bei meiner Nähmaschine kann ich am Fußanlasser "langsam" einstellen - so kann ich gar nicht schneller ;)

Wenn die zwei Bikini-Hälften fertig sind, werden sie rechts auf rechts bündig aneinander gesteckt / geklammert und die Oberkanten mit großer Nahtzugabe (bei mir ca. 1,5 cm und Stichlänge 6) zusammengeheftet - ein zusätzlicher Schritt, der den nächsten aber sehr erleichtert!

Jetzt an allen Oberkanten bündig an die Kante den Badegummi annähen - auf die linke Seite des Außenstoffs.
Meiner ist 6 mm breit. Ich habe herausgefunden, dass es - zumindest für mich - nicht funktioniert, wenn ich den Gummi komplett ungedehnt annähe - im Endeffekt wellt er sich dann nämlich doch...
Deshalb dehne ich den Gummi überall mini-minimal, gerade so viel, dass er leicht unter Spannung ist beim Annähen.
Nur in der Rundung unter den Achseln - also außen am Körbchen ca. 3-4 von oben weg bis kurz nach der Seitennaht - wird der Gummi mehr gedehnt, damit der Bikini da nicht absteht.

Super funktioniert das Ganze auch mit dem Kordelfüßchen (für flache Bänder gibts die meist auch, aber ich habs halt nicht) - dann läuft der Gummi nämlich schön mittig im Füßchen.
Wenn alle Gummis angenäht sind, werden die Heftfäden entfernt.

Für die Träger die zwei Bänder jeweils an der langen Kante rechts auf rechts zusammen nähen. Entweder mit der Overlock oder mit einem Zickzackstich.
Wenn ihr, wie ich, kein spezielles Werkzeug zum Wenden habt, geht es auch ganz einfach, indem ihr vor dem Zusammennähen eine Ovi-Raupe in der Länge des Trägers aus der Maschine lässt (nicht abschneiden) und die dann in den Falz legt beim Nähen (nicht mitnähen!). Wenn ihr dann da dran zieht, lässt sich der Träger wunderbar wenden (ev. am Anfang z.B. mit einem Stäbchen ein Stück hineinstopfen).
Für den zweiten Träger einfach dieselbe Raupe verwenden: an die kurze Raupe der Overlock anknüpfen, der Knoten sollte aber dann nicht im Band liegen, weil sonst die Gefahr zu groß ist, dass ihr ihn mit annäht.

Die beiden Träger werden dann zwischen die Lagen geschoben und oben (ev. mit einer Pinzette) aus der Öffnung am Körbchen herausgezogen - nur kurz vorstehen lassen und einmal quer annähen.


Den Bikini wenden und die Oberkante mit Zickzackstich absteppen.

So, und jetzt das Futter:
Ich habe es hier ja erst nach dem Absteppen eingeschoben. Daher musste ich das Schnittmuster anpassen und rundherum die Nahtzugabe von 6 mm wegschneiden:
Ja, auch an den Kanten, die zusammengenäht werden! Die habe ich nämlich mit Zickzackstich Kante an Kante genäht, damit es dort nicht dicker wird - keine Angst, das funktioniert super!
 So schaut jetzt das Futter aus:
Das Futter wird jetzt an den Innenstoff des Bikinis genäht. Dazu die untere offene Kante des Außenstoffs nach oben klappen und das Futter an die Unterkante des Innenstoffs stecken und entlang der Seiten- und Mittelnähte mit Zickzackstich an den Innenstoff nähen:
Das Futter nch oben in den Bikiniteil stecken, dass die Kanten sich schön herumlegen, und mit der Hand mit ein paar Stichen am Innenstoff befestigen.
Jetzt noch das Unterbrustband annähen - ca. 7 cm kürzer als die Unterkante und 3 cm breit. Zuerst rechts auf rechts, dann über die Nahtzugabe klappen und noch einmal am Unterbrustband annähen.
Badegummi in den Tunnel ziehen - nachdem mir der Gummi zweimal kurz vor dem Ende abgerissen ist, wie ich ihn nur auf die Sicherheitsnadel gesteckt habe, habe ich beim dritten Mal nicht durchgestochen sondern durchgefädelt und abgenäht - und der Gummi ist diesmal nicht gerissen ;-)
Zum Schluss noch den Bikini-Verschluss annähen - fertig!

Die Art und Weise, das Futter zu arbeiten, ist sicher nicht die einfachste und auch eher nicht die schönste - ich wollte sie trotzdem hier dokumentieren. Vielleicht hilft es ja wem ;-)

Hier findet ihr übrigens noch ein Bikini-Tutorial, zu einem Wickeloberteil.
Und Schnitt und Tutorial für die Hose findet ihr bei Melly Sews.

Schnitt: BH "Barrett" von Madalynne *klick*, Video-Tutorial bei Melly Sews *klick*
verlinkt bei: creadienstag, HOT - Handmade on Tuesday, Dienstagsdinge, Create in Austria

Donnerstag, 28. Juni 2018

Sommerhose

Jetzt hätte ich fast "unseren" Donnerstag verpasst, dabei trage ich diese Hose im Moment ständig!
Ich habe sie mir selber konstruiert, nach Kaidso Onlinekurse. Inzwischen bin ich mit dem Schnitt ziemlich zufrieden, da und dort könnte man noch etwas "schrauben", aber sie passt mir auf jeden Fall besser als meine anderen 3/4-Hosen.

Die nächste mache ich nach unten hin etwas enger, dass sie nicht so ausgestellt ausschaut.

Recht zufrieden bin ich mit dem Bund, den habe ich mir extra so angepasst, dass er nicht absteht und ich auch keinen Gürtel brauche - entsprechend habe ich mir auch die Gürtelschlaufen gespart ;-)

Den Reißverschluss habe ich wieder so eingenäht wie bei der Ginger Jeans, da gibt es ja bei Closet Case Patterns eine tolle Anleitung.

Und dann möchte ich euch noch zeigen, warum ich fast übersehen hätte, dass ich ja heute die Hose verbloggen wollte: Seit gestern arbeite ich an einem neuen Taschenschnitt. Die erste Version ist fertig, die ist eher klein. So gar nicht "meins", so ein Täschchen. Daher werde ich noch eine größere Version machen, denke ich.

Schnitt: eigener nach kaidso-onlinekurse
verlinkt bei: Sew La La, WoF - Woman on Fire, Du für Dich am Donnerstag, Create in Austria

Donnerstag, 21. Juni 2018

Kreativ mit Farbe

Geraldine von Cherry's World byGeraldine hat vor ein paar Wochen die Aktion "Kreativ mit Farbe" ausgerufen. Und ich durfte dabei sein! Bekommen habe ich gleich vier Schablonen und vier Sprühfarben aus dem Hause Marabu:
Das Besondere an den Schablonen: es sind Negativ-Schablonen, es wird also nicht das Motiv bunt sondern das Drumherum. Dadurch gibt es auch keinen Rand. Nach einigem Überlegen habe ich beschlossen, meine aktuelle Leidenschaft, die Fauxdoris aus alten Buchrücken, und die Schablonen miteinander zu verbinden.
Erst hatte ich leichte Bedenken, dass die Schablonen beim Sprühen "abhauen" würde, und habe daher schon meinen Haftsprühkleber (ja, ich bin gut ausgerüstet ggg) mitgenommen in den Garten, wo meine Tochter und ich sprühen wollten. Aber den haben wir gar nicht gebraucht - trotz Wind!
Beim Entfernen der Schablonen habe ich mir teilweise etwas schwer getan, daher ist auch die Eule nicht ganz sauber geraten.  Und die Rückseite vom "Carpe Diem", wo ich nur das Muster sprühen wollte, ist etwas verschwommen, da habe ich zu wenig senkrecht darauf gesprüht sondern zu sehr von der Seite.
Was mich noch sehr erstaunt hat: Gerade die Buchdeckel mit dem "Carpe Diem" waren ja schon vorher recht dunkel, und trotzdem kommt das Motiv super heraus - ich habe dazu das dunkle Grün genommen.
Was mich dann allerdings noch mehr erstaunt hat: Nachdem ich die Deckel im Backofen fixiert hatte (also die Farbe darauf - 8 min bei 150°C), wollte ich sie zu Fauxdoris verarbeiten. Aber aus irgendeinem Grund hat es diesmal nicht funktioniert, die Rücken wollten einfach nicht halten - bei drei von den Buchdeckeln... Keine Ahnung, warum.
Der vierte hat allerdings funktioniert. Und dann hatte ich gestern die Idee, auch ein passendes Pocket dazu zumachen. Und gleich noch eines.
Und dann noch einmal auf Jeans. Außen hat das gut funktioniert, aber die Fächer innen waren teilweise doch zu dunkel. Also musste ich in meine Farbenschachtel greifen und habe die Konturen mit einem Stoffmalstift für dunkle Farben nachgezogen. 
So, und zu guter Letzt zeige ich euch noch meine neue "Feel-good"-Unterhose:
Auch dazu habe ich in meine Farbschachtel gegriffen und die Farben, die ich von Geraldine bekommen habe, ergänzt, um auf einen ganzen Regenbogen zu kommen. Schade, dass ich keinen weißen Bade-Lycra habe - das würde sich als Bikini sicher gut machen ;-)

Zum Schluss noch ein Fazit:
 Zuerst war ich etwas skeptisch: Die Schablonen sind ja Negative. Das heißt, das Motiv hat dann die Farbe des Untergrundes, die Farbe ist rundherum.
Das hat Vor- und Nachteile:
Anders als bei "herkömmlichen" Schablonen, wo das Motiv mit Farbe "gefüllt" wird, haben Negativ-Schablonen keinen Rand/Rahmen. Das ist gut, weil man sie leicht überall platzieren kann. Das ist gut bei kleineren Objekten.
Bei größeren, also z.B. T-Shirts, muss man sich überlegen, wo man die Farbe haben möchte - so zumindest meine Sicht.
Was man aber auch gut machen kann: Zuerst mit einer dunklen Farbe das Negativ-Motiv sprühen und dann mit einer helleren noch einmal ohne Schablone leicht darüber sprühen - dann ist auch das Motiv farbig - so habe ich das z.B: bei der Eule am Fauxdori-Pocket gemacht.
Beim Abheben habe ich beim zweiten Mal die Schablone mit einer Pinzette gehalten und mit noch einer abgehoben. Und vorher ganz leicht abgetupft - da muss man aber vorsichtig sein, dass man nur die Farbe auf der Schablone erwischt.
Und noch ein Fazit: Das Fixieren im Backofen stinkt zwar (hinterher gut lüften!), ist aber wesentlich einfacher und vor allem auch zeitsparender als Bügeln.

Liebe Geraldine, vielen lieben Dank für diese Aktion! Du hast mich daran erinnert, wie lustig und spannend es sein kann, Dinge auszuprobieren!

**Das ist keine bezahlte Werbung. Die Schablonen und Farben habe ich im Rahmen der Aktion "Kreativ mit Farbe" von Geraldine von Cherry's World by Geraldine bekommen. Alles, was ich in dem Posting geschrieben habe, ist meine eigene Meinung.**

verlinkt bei: Sew La La, WoF - Woman on Fire, Du für Dich am Donnerstag, Create in Austria