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Donnerstag, 31. Januar 2019

Tutorial: Schrift plotterfähig machen

Mit einem Plotter kann man ja nicht nur schneiden sondern auch schreiben und zeichnen - vorausgesetzt, man hat einen passenden Stiftehalter. Den habe ich mir schon relativ bald bestellt. Und ich bin nach wie vor sehr froh darüber, denn ich kann da fast jeden beliebigen Stift einspannen.
Hier habe ich euch ja schon einmal beschrieben, wie man Labels damit schreiben und aus Snappap ausschneiden lassen kann.
Nur mit dem Logo bzw. Label selbst war ich nicht ganz zufrieden. Jetzt hat es doch etwas länger gedauert, bis ich mich an was Neues gemacht habe.
Diesmal habe ich es zuerst einmal nur auf Papier selber geschrieben und dann eingescannt, als ich halbwegs zufrieden war. Dann noch im Silhouette Studio nachgezeichnet und etwas bearbeitet und mein Kaffeehäferl eingefügt - das war schon ganz OK so.
Nur wollte ich es doch wieder mit einem Edding oder so mit dem Plotter schreiben lassen.
Das geht schon auch so, aber der Stift würde nur die Konturen nachfahren, das wäre dann ja alles doppelt.
Also habe ich alles händisch nachbearbeitet.
Und das möchte ich euch hier zeigen, wie das geht, dass aus einer eingescannten Schrift (oder auch Zeichnung) ein Ein-Linien-Motiv wird:

Öffnet euer eingescanntes Label/Logo/Motiv im Studio und öffnet das "Nachzeichnen"-Fenster.
 Dann klickt ihr auf "Bereich zum Nachzeichnen wählen" und zieht ein Rechteck über euer Motiv:
Nachdem das Motiv ohnehin noch weiter bearbeitet wird, ist es hier nicht notwendig, groß mit den Einstellungen zu spielen, um es optimal nachzuzeichnen.
Klickt auf "Nachzeichnen" und zieht dann das Original zur Seite - jetzt habt ihr die Umrandung des Motivs:
Das gescannte Motiv könnt ihr jetzt von der Arbeitsfläche löschen.

Wenn ihr euer Motiv noch etwas bearbeiten wollt, macht zuerst einmal eine Kopie - das geht ganz schnell mit Strg+Pfeil - so habt ihre das Original auf jeden Fall noch. Ich schiebe es mir dann neben die virtuelle Matte, dann weiß ich, dass ich das nicht anrühren darf.

Nach dem Nachzeichnen ist das Motiv bereits in einen Pfad umgewandelt, Allerdings hängen noch alle Buchstaben zusammen, sie sollen aber einzeln bearbeitet werden. Daher das Motiv markieren und im Menü "Objekt" "Verknüpften Pfad lösen" wählen:
 Jetzt haben alle Einzelteile einen extra Rahmen:
Vergrößere jetzt die Ansicht und klicke den ersten Buchstaben an, den du bearbeiten möchtest.
Bei meinem R reicht es, wenn ich den äußeren Rahmen anklicke:
Dann das Offset-Fenster öffnen und "Offset innen" anklicken.

Wahrscheinlich seht ihr jetzt noch gar keine Linie - der vorgegebene Abstand ist zu groß, den müsst ihr mit dem Pfeil nach unten so lange verkleinern, bis der ganze Buchstabe einen inneren Offset hat.
Hier ist der Offset-Abstand z.B. noch zu groß, der Strich vom R ist nicht durchgängig:

Einen Schritt weiter verkleinert, und es passt.

So, jetzt haben wir allerdings immer noch zwei Konturen nebeneinander im Offset. Das müssen wir jetzt ändern:
Mit einem Doppelklick auf den Offset kommt ihr zur Punktbearbeitung.
Das R hat jetzt noch ziemlich viele Punkte. Mit "Vereinfachen" im Punktbearbeitungsmenü werden die Punkte reduziert - so wird auch die Weiterbearbeitung übersichtlicher.
So, und jetzt kommen wir zu dem Punkt, wo wir aus den doppelten Schneidelinien eine einzige Schriftlinie machen:
Das R besteht - wenn man es mit der Hand schreibt - aus zwei Linien: der senkrechten und der für den Bauch oben mit dem schrägen Strich.
Genau so soll der Stift im Plotter es dann auch schreiben.
Dazu müsst ihr aus der zusammenhängenden Linie zwei machen: Überall dort, wo der Stift beim Schreiben absetzen soll, muss auch die Linie enden.
Das ist z.B. unten am schrägen Strich der Fall: Hier klickt ihr den Punkt an und wählt aus dem Punktbearbeitungsmenü "Pfad aufheben".
 Der Punkt ist jetzt rot. D.h. dort ist die Linie unterbrochen.

Unten am senkrechten Strich macht ihr dasselbe.
Jetzt muss die Linie zwischen diesen beiden Punkten gelöscht werden. Am besten geht das, indem ihr auf einen Punkt auf der zu löschenden Linie klickt und auf "Entfernen/Delete" drückt (oder ganz oben im Punktbearbeitungsmenü auf "Punkt löschen"). Und zwar so oft, bis alle Punkte der Linie gelöscht sind und die Linie entsprechend "verschwunden" ist.
Dazwischen schaut es möglicherweise so aus, weil die Punkte ja zusammenhängen:
Keine Sorge, einfach weiter löschen.
Unten schaut es jetzt schon ganz gut aus:
 Oben beim R muss auch noch die Verbindung zwischen dem senkrechten Strich und dem linken "Bauchansatz" gekappt werden. Dazu wieder die Endpunkte anklicken und "Pfad aufheben" auswählen.
Hier gibt es zwischen den Endpunkten der Linie, die ihr löschen wollt (die kurze waagrechte), keinen Punkt, den ihr fürs Löschen auswählen könnt.
Das lässt sich ganz einfach lösen, indem ihr einen Punkt auf die Linie setzt: einfach auf die Linie klicken, und schon ist da ein neuer Punkt - den ihr gleich wieder löschen könnt, gemeinsam mit den Endpunkten der Linie.
Jetzt habt ihr nur mehr die zwei benötigten Linien:
Diese müssen noch etwas angepasst werden: Z.B. muss die Verbindung vom "Bauch" zum schrägen Strich ganz an den senkrechten Strich:
Die einzelnen Punkte werden entweder mit der Maus oder (manchmal einfacher) mit den Pfeiltasten verschoben.
Für die Rundungen haben die Punkte so blaue "Ausleger" - die könnt ihr verkürzen oder verlängern oder drehen. Wenn ein Punkt keine Ausleger hat, wählt ihr "Kurve erstellen" oder "Glätten" aus.
Das ist jetzt eine Herumspielerei, bis die Linie so ist, wie ihr sie gerne haben wollt.
Manchmal ist es auch notwendig, einen zusätzlichen Punkt zu setzen - dafür einfach auf die Linie klicken.

Zum Schluss, wenn ich zufrieden bin mit dem Ergebnis, mache ich die neue Linie noch schwarz und etwas dicker (2 pt) und kontrolliere noch einmal, ob es mir so gefällt.

Nachdem ich alle Buchstaben und Motive fertig bearbeitet habe, schaut mein Label jetzt so aus:


Geschrieben wird dann vom Plotter nur die eine Linie, die Dicke ist hier abhängig vom Stift und nicht davon, wie dick die Linie am Bildschirm erscheint.
Unten habe ich die Linien für die digitale Verwendung noch dicker gemacht (7 pt).

Ich habe keine Ahnung, ob es vielleicht doch eine einfachere Möglichkeit gibt. Aber mit ein bisschen Übung geht das dann eigentlich recht flott.

Ich hoffe, ich komme bald dazu, mein neues Label auch auf Snappap zu plotten. Und es auch als Titel in den Blog einzubauen.
Im Moment habe so viele Ideen, dass ich gar nicht weiß, wo anfangen ;-)

Ich hoffe, euch hat mein kleines Tutorial ein bisschen geholfen, über Rückmeldungen freue ich mich natürlich immer.

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